Eigene Frosch- und Kröten-Studien

Da ich Froschliebhaberin bin, kann ich nicht ohne leben! 
Ich hole mir daher jedes Jahr Anfang April aus unserem



nahegelegenen Weiher bei Neu-Widdersberg 

                     
              Frosch- und Kröteneier,

um deren Entwicklung zu Hause ganz aus der Nähe beobachten zu können. Im Teich veralgen leider viele Eier oder werden von anderen Tieren gefressen oder zerstört. Ich helfe mit meiner Haus-Aufzucht der hiesigen Frosch- und Krötenpopulation auf die Sprünge, da sich der von mir entnommene Laich stets komplett gesund und problemlos entwickelt. Wenn die Kleinen geschlüpft sind, werden die Kaulquappen mit nahrhaftem Babyfischfutter aus der Dose gefüttert und wachsen schnell und besonders kräftig heran. 


Froscheiballen im Weiher


...und zu Hause in sauberem Wasser


Nahaufnahme: Froscheier in gallertartigen Schutzhüllen


Die Eier entwickeln sich zu kleinen zuckenden und
ruckenden Larven, die sich aus der Eihülle herauswinden...


Kopf, Kiemen, Rumpf und Schwanz sind schon sichtbar!


Die Schutzhüllen wurden verlassen und von mir entfernt. In diesem Stadium noch nicht füttern! Erst füttern, wenn mit Herumschwimmen begonnen wird!


Links oben und unten Froschbrut, rechts Krötenbrut
Mit einer kleinen Lupe sieht man jede Einzelheit besser!





Fischfutterflocken werden sehr gerne angenommen!

Krötenjunge sind schwarz und kleiner als Froschkinder


Sind die nicht traumhaft schön?

 
Die Frösche bekommen immer zuerst die Hinterbeine!




Nach 4 Wochen - 4 cm groß!


...und mal von der Seite!


...die sind kräftig und topfit! (06.05.)


...und schauen mich schon richtig an! 

                   


Erst danach entwickeln sich die Vorderbeine!


Frosch- und Krötenkinder (schwarz) in einem Becken.
Die Kröten entwickeln sich deutlich langsamer.


Froschkind! Der Restschwanz wird noch resorbiert!
Ab jetzt wird durch die Lunge geatmet - also Steine ins
Becken legen und Wasserhöhe nur maximal 0,5 cm!
Jetzt fressen sie kein Flockenfutter mehr! (10.05.)


Fast fertiges Froschkind nach nur 39 Tagen!
Die langen Kaulquappen schrumpfen somit auf nur ca.
1 cm Froschgröße zusammen! (12.05.)




Die wollen jetzt an Land, also ab in die Natur zurück! 
Einige "Spätzünder" rechts überlegen noch!


Die krabbeln problemlos an glattem Glas hoch!


Der Stummelschwanz ist schon fast weg!


Ausgesetzt am 16.05. nach 44 Tagen Aufzucht.


Adieu meine Lieben! Passt auf Euch auf und macht's gut!


Und los geht's in den angestammten Lebensraum!


Hier verstecken sich 8 meiner kleinen Racker!







Erdkröten-Paar (rote Augen!) bei der Balz (05.04.)
Das Männchen ist deutlich kleiner als das Weibchen!


Deutlicher Unterschied:
Frösche legen Ei-Ballen ab, Kröten eine "Perlenkette"!
Krötenlaich hat deutlich dünnere Ei-Schutzhüllen.


Die "Perlenkette" löst sich langsam auf...



Schwarze Krötenkaulquappen


...bekommen auch zuerst die Hinterbeine


...und dann die Vorderbeine

Die Figur ist deutlich kompakter als bei Fröschen.

Wunderschön:
Alle Krötenkinder haben tiefblaue Augen!


      


Lust auf Froschaufzucht bekommen?
Ist ganz einfach - oder doch nicht?

Hier die To-Do-  Liste:

Fangzeit: Direkt Anfang April - nicht verpassen!
Einwicklungsdauer: max. 6 Wochen.

Man nehme:

1 großes sauberes Einmachglas mit Schraubdeckel
1 kleines Fischfangnetz aus dem Zoogeschäft
   (damit geht's zum See den Laich holen)
1 große Glasschüssel
1 rundes Stahlsieb mit kleinen Maschen
1 Dose Trocken-Baby-Fischfutter aus dem Zoogeschäft
1 Dose Trocken-Fischfutter aus dem Zoogeschäft 
3 größere und vor allem flache Steine



Die Eier in eine Glasschüssel mit kaltem Wasser setzen. Schüssel vor Sonneneinstrahlung schützen, damit das Wasser nicht heiß wird! Das Wasser unbedingt täglich (!!!) erneuern, um Kot- und Futterreste zu entfernen. Die Kaulquappen vorsichtig in das Stahlsieb umgießen und das Schüsselwasser komplett erneuern; Kaulquappen wieder vorsichtig zurückschütten.



Froschlaichballen (über 1.000 Eier!)

Erst mit Babyfischfutter füttern (staubartige Körnchen), wenn die Kaulquappen die typische Form haben (runder Körper, langer Schwanz) und schon herum schwimmen. Vorher zehren sie noch von den Ei-Schutzhüllen und fressen daher nichts!
Größere Kaulquappen können dann mit dem normalen Fischfutter (bunte Flocken) gefüttert werden.



Achtung: Nicht zu viel füttern!
Sonst werden die zu dick!

Sobald die Vorderbeine da sind, NICHT mehr füttern, denn die kleinen Gesellen zehren nun von ihrem langen Schwanz, der immer kürzer wird, bis er ganz verschwindet!

WICHTIG!

Die "Vorderbein-Phase" ist besonders kritisch, denn durch die Umstellung von Kiemen- auf Lungenatmung können die Kleinen nicht lange unter Wasser bleiben und können schnell ertrinken, wenn das Wasser in der Schüssel zu hoch ist! Daher unbedingt einige flache Steine zum Hinaufklettern in die Schüssel legen und den Wasserstand rechtzeitig auf maximal 0,5 cm absenken! Siehe Foto!




Soll ich - oder soll ich nicht?


Ich bin doch kein Bergsteiger!

Die Winzlinge erklettern jetzt gerne die Steine und bleiben dort länger sitzen.

Achtung: Die "Hüpfhöhe und -Weite" liegt nun bei ca. 4 - 5 cm, also sollten die Schüsselränder entsprechend hoch sein!

Gefressen wird nun nichts mehr, da der Schwanz resorbiert wird. 4-5 Tage, nachdem die Vorderbeine da sind, sollte die Brut in ein großes Einmachglas mit etwas Wasser gegeben und im Heimatgewässer ausgesetzt werden.


Hier fangen sie dann ihr Lebendfutter selber!

Viel  Spaß!




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