Bachblüten 




Die Bach-Blütentherapie ist ein in 1930 vom britischen Arzt

      

Edward Bach (1886-1936)

begründetes und nach ihm benanntes alternativmedizinisches Verfahren. Laut Bachs zentraler These beruht jede körperliche Krankheit auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung. Die Krankheit kann durch eine Harmonisierung auf geistig-seelischer Ebene gelöst werden. Bach beschrieb zunächst 19 Gemütszustände, erweiterte diese dann auf 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur. Diesen ordnete er Blüten zu, die er in Wasser legte oder kochte und die dadurch ihre Schwingungen an das Wasser übertragen sollten. Aus diesen Urtinkturen werden dann durch starke Verdünnung die Blütenessenzen hergestellt.


Bach ordnete den negativen Seelenzuständen, die für alle Leiden und Krankheiten verantwortlich sein sollen, jeweils eine Blütenessenz zu, die eine Harmonisierung fördern soll. Traditionell tragen die nummerierten Essenzen englische Namen und sind verschiedenen Anwendungsgebieten zugeordnet. Im Gegensatz zum Simile-Prinzip in der Homöopathie sollen diese Essenzen als positiver Gegenpol eine Harmonisierung negativer Seelenzustände direkt bewirken. Die Bach-Blütentherapie wird nicht zur Pflanzenheilkunde gezählt, weil die verwendeten Pflanzenteile eigentlich keine klassischen Heilpflanzen sind. Die Therapie ist im schulmedizinischen Sinne nicht anerkannt. 

Bach stellte 37 Essenzen aus 37 verschiedenen Blüten und eine Essenz aus Fels-Quellwasser (rock water), ohne Zugabe von Blüten her. Zusätzlich bestimmte er eine Kombination aus 5 Essenzen, die er als Notfalltropfen („rescue remedy“) für akute Belastungssituationen empfahl. Die 38 Essenzen unterteilte er in 7 Gruppen, die er jeweils bestimmten Gemütszuständen zuordnete (Niedergeschlagenheit, Angst, fehlendes Interesse an der Gegenwart, Einsamkeit, übertriebene Sorge um Andere, Überempfindlichkeit und Unsicherheit). Die Essenzen sollen bei der Überwindung dieser Gemütszustände helfen.

Die einzelnen Blüten werden heute noch an den von Bach festgelegten Plätzen gesammelt und nach den von ihm beschriebenen Potenzierungs-methoden verarbeitet. 

Bei der Sonnenmethode werden die Blüten für 3-4 Stunden in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt und diese der Sonne ausgesetzt.



Bei der Kochmethode werden die Pflanzenteile eine halbe Stunde in Wasser erhitzt. Laut Bach sollen die Pflanzen ihre „Schwingungen“ als „heilende Energie“ an das Wasser abgeben. Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol versetzt. Diese Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen, und ähnelt in diesem Punkt der Homöopathie, mit der Bach sich intensiv beschäftigt hat.

Aus den fünf Litern Wasser, in welche die Blüten gelegt wurden, entstehen auf diese Weise etwa 2.400 l Blütenessenz, die in kleinen Fläschchen à 10 ml in Apotheken verkauft werden.
In Kalifornien wurden später weitere Blüten hinzugenommen. 

Wie findet man die passende Blütenessenz?

 

Zur richtigen Auswahl der für den aktuellen Zustand geeigneten Bachblüten muss man sich selbst prüfen, in welchen Bereichen das Problem genau liegt und daraufhin die dafür geeignete Blüte oder auch mehrere Blüten aussuchen. Voraussetzung dafür ist es natürlich, alle Blüten und deren Wirkungen genau zu kennen und vor allem die Bereitschaft, sich ehrlich zu analysieren und sich seine Probleme bewusst zu machen.

Mehr als 7 Blüten sollte man generell nicht gleichzeitig verwenden, um den Organismus nicht zu sehr zu verwirren. Man sucht sich also eine oder auch mehrere Blüten aus, die auf die gerade gefühlte psychische Disharmonie (z.B. starke Prüfungsangst o.ä.) passen und tropft diese zusammen in ein Wasserglas. Davon werden dann über den Tag mehrmals Schlucke eingenommen. Man kann sich auch in der Apotheke die ausgewählten Blütenkombinationen (z.B. Beech und Impatiens o.ä.) gleich fertig mischen lassen



 

Kurz-Beschreibung der 38 Bachblüten
mit entsprechenden Gemütszuständen.

 

1. Agrimony (Odermennig)



Man versucht, quälende Gedanken und innere Unruhe hinter einer Fassade von Fröhlichkeit und Sorglosigkeit zu verbergen.

Menschen, die Agrimony brauchen, wirken nach außen fröhlich und werden innerlich von Sorgen und Kummer zerfressen. Dieser Mensch zeigt sich und anderen eine Maske, in der Angst, sein Gesicht zu verlieren, wenn er seine wahren Gefühle zeigen würde. Dadurch ist es schwer, eigene Probleme zu erkennen, denn er schiebt es weit von sich, überhaupt Probleme zu haben. Ein Hauptgrund für diese Haltung ist die Sehnsucht nach Harmonie und einer heilen Welt. Die unerfreulichen Seiten des Lebens werden verleugnet und man versucht, sich selbst eine heile Welt zu schaffen. Diese Menschen sind sehr sensibel und leiden unter schwierigen Situationen. Sie versuchen ihre Probleme zu lösen, in dem sie Witze reißen, lachen oder sich durch Unternehmungen ablenken. Sie greifen gerne zu Alkohol oder anderen Muntermachern. Agrimony kann unterstützend in der Suchttherapie eingesetzt werden. Auch bei Zähneknirschen und Nägelkauen kann es helfen. 

Die positive Wirkung dieser Blüte ist:
Man erkennt die eigenen Probleme und ist besser in der Lage, sich ihnen zu stellen und sie zu bewältigen. Die Kommunikation über diese Probleme wird auch erleichtert.
Wenn man die Agrimony-typischen Probleme bewältigt hat, kann man zu einer echten Freude finden. Dann entfaltet sich die postivie Seite. Agrimony-Menschen strahlen dann durch ihre Stärke und Standfestigkeit und bewahren ihren Optimismus, kleiden ihn aber in ein realistischeres Gewand als vorher.

 

2. Aspen (Espe oder Zitterpappel)

 

Unerklärliche, vage Ängstlichkeiten, Vorahnungen, geheime Furcht vor einem drohenden Unheil.

Aspen steht im Zusammenhang mit einer unbewussten Angst, die man nicht greifen kann. Im Dunkeln fürchtet man sich vor dem Unbekannten, kann aber nicht ausdrücken, was einen in Angst versetzt. Mit Träumen steht Aspen im engen Zusammenhang, im blockierten Zustand vor allem mit Albträumen. Dieser Mensch hat eine viel zu dünne Haut und fürchtet sich vor Gefahren. Häufig stehen diese Ängste in Verbindung mit einem esoterischen Weltbild, wenn man sich vor übernatürlichen Gefahren ängstigt. Aber auch Spannungen zwischen Menschen, Ängste, die allgemein in der Luft liegen, werden von diese Menschen stark wahrgenommen. Aspen kann auch für Alkoholiker hilfreich sein oder für Opfer von Misshandlungen. Auch Menschen, die negativ sensibilisiert wurden, können durch Aspen neue Zuversicht gewinnen.

Im positiven Aspen-Zustand fühlt man sich innerlich zuversichtlich und kann seine Sensibilität nutzen, um sich in andere Menschen einzufühlen. Diese Fähigkeit fördert das zwischenmenschliche Miteinander.


3. Beech (Rotbuche)



Kritiksucht, Arroganz, Intoleranz. Man verurteilt andere ohne jedes Einfühlungsvermögen.
 

Diese Bachblüte steht im Zusammenhang mit Intoleranz und übertriebener Kritik. Im negativen Zustand urteilen Menschen hart über andere und deren Schwächen. Harmlose Kleinigkeiten werden zum Anlass genommen, andere scharf zu verurteilen. Statt Mitgefühl wird dem Gegenüber Arroganz entgegen gebracht. Oft wird versucht, andere nach den eigenen Vorstellungen zu verändern. Der Maßstab, den dieser Mensch anlegt, ist sehr hoch und ausschließlich von dem geprägt, was ihm selbst wichtig und richtig erscheint. Oft sind es Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen, die in ihrem Leben viel Ablehnung erfahren haben. Sie verurteilen lieber schnell als erste, bevor sie von anderen negativ beurteilt werden. Die harte Sicht auf die Schwächen anderer trennt sie nicht nur von ihren Mitmenschen, sondern auch von den eigenen Gefühlen. Oft sind Beech-Menschen innerlich verhärtet und leiden unter entsprechenden Krankheiten. Zu Beech-Menschen passt die Aussage, dass man den Splitter im Auge des anderen kritisiert, aber den Balken im eigenen Auge übersieht. Typische Beech-Kandidaten sind Menschen, die ständig kritisieren, sich vor lauter Strenge über kaum etwas freuen können. Ihre eigenen Minderwertigkeitsgefühle werden dabei auf andere projiziert. Sie leiden unter der Dummheit anderer und halten ihre eigenen Wertmaßstäbe für die einzig gültigen. Disziplin und Genauigkeit sind für sie das Wichtigste auf der Welt. Sie sind perfekt, aber einsam und unglücklich. Häufig haben Menschen im negativen Beech-Zustand Magen-Darm-Probleme, die sich als Magenkrämpfe, Reizmagen oder Reizdarm äußern können. Auch Muskelverspannungen sind häufig. 

Im positiven Beech-Zustand hat man einen klaren diagnostischen Blick, gepaart mit Verständnis und Mitgefühl. Man ist mit der Existenz verbunden und kann daraus Kraft schöpfen. Mit großer Toleranz erkennt man, was in anderen Menschen vorgeht und sieht die zugrundeliegenden Muster.


4. Centaury (Tausendgüldenkraut)



Schwäche des eigenen Willens. Überreaktion auf die Wünsche anderer. Eigene Gutmütigkeit wird leicht ausgenutzt, man kann nicht nein sagen.

Centaury steht im Zusammenhang mit der Hingabe an eine Aufgabe oder an andere. Folgsame Kinder, die ihren Eltern das Leben leicht machen oder treusorgende Ehefrauen, die ihrem Mann jeden Wunsch von den Lippen ablesen, sind typische Menschen im Centaury-Zustand. Voller Gutmütigkeit ordnen sie sich meistens anderen unter und leben deren Leben mehr als ihr eigenes. Vor lauter Hingabe verlieren die Menschen ihren Eigenwillen und verpassen ihre eigentliche Lebensaufgabe. Folgende Menschen können durch Centaury zu sich selbst finden: Menschen, die niemals widersprechen, immer brav alles tun, was andere von ihnen verlangen, die sich anderen oft unterordnen, ohne auf sich selbst zu hören, die dazu neigen, anderen hörig zu werden, ihren Eigenwillen völlig aufgeben, um anderen dienen zu können, die Hingabe an andere über ihre Selbstverwirklichung stellen, besonders sensitive Menschen, die noch nicht gelernt haben, mit diesen eigenen Empfindungen umzugehen.

Im positiven Centaury-Zustand erkennt man seine Lebensaufgabe und kann sich ihr endlich selbstbestimmt widmen. Man ist aus eigenem Willen zur Hingabe fähig und kann selbst entscheiden, ob man  eine Aufgabe annehmen will oder nicht. Es fällt einem leicht, sich in Gruppen einzugliedern, ohne sich dabei selbst aufzugeben. 

  

5. Cerato (Bleiwurz oder Hornkraut)



Mangelndes Vertrauen in die eigene Intuition.
 
Hier geht es um das Vertrauen in die eigene Intuition. Cerato hilft, seinen eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen zu vertrauen und zu seinen Entscheidungen zu stehen. Das Wissen, das man im Laufe seinen Lebens angesammelt hat, steht einem rechtzeitig zur Verfügung, wenn man darauf zugreifen will und man kann sich auf der Basis dieses Wissens schnell und richtig entscheiden. Im negativen Cerato-Zustand vertraut man seiner inneren Stimme nicht mehr und fragt daher ständig andere um Rat. Cerato hilft denen, die jede neue Diät ausprobieren, sich daran orientieren, was "in" ist, fragwürdigen Autoritäten zu schnell alles glauben, nicht wissen, dass sie gut für sich selbst entscheiden könnten, sich ihres Wissenschatzes nicht bewusst sind, Informationen sammeln, ohne sie jemals zu nutzen.

Wenn man sich im positiven Cerato-Zustand befindet, kann man auf sein Wissen und seine Intuition zugreifen. Man vertraut sich selbst und seinen Entscheidungen. Sein Wissen gibt man gerne an andere weiter. Die Meinungen von anderen hört man sich an, lässt sie in die eigenen Überlegungen einfließen, macht sich aber nicht von ihnen abhängig. 

 

6. Cherry-Plum (Kirschpflaume)



Angst davor, innerlich loszulassen; Angst den Verstand zu verlieren; Angst vor seelischen Kurzschlusshandlungen, unbeherrschte Temperaments-ausbrüche.

Cherry Plum steht in Verbindung mit der Angst vor dem inneren Pulverfass. Im negativen Cherry-Plum Zustand hat man Angst vor Gewalt oder Verrücktheit, die in einem steckt. Man traut sich nicht, seinen Gefühlen oder spontanen Neigungen zu folgen, weil man immer befürchtet, dass dahinter etwas Schreckliches steckt oder dass man etwas anstellt, was einem nachher leid tut und wofür man sich schämt. Wenn man kein Zutrauen zu sich selbst hat oder so angespannt lebt, dass man seine Kraftäußerungen nicht selbst steuern kann, dann sind einem die unerfreulichen Aspekte der inneren Kraft eher unheimlich. Daher unterdrücken wir unsere Lebensäußerungen lieber vollständig und verharren in Starre. Cherry Plum gehört zu den Bach-blüten der Notfalltropfen und spielt eine wichtige Rolle innerhalb der Bachblütenessenzen. Menschen, die Angst haben, Amok zu laufen, laut los zu schreien, gewalttätig zu werden, ihre Kinder zu schlagen, etwas im Zorn kaputt zu machen oder selbst verrückt zu werden, können durch Cherry Plum Erleichterung finden. Menschen, die an psychischen Erkrankungen litten und befürchten, nun einen Rückfall zu bekommen, können durch Cherry Plum profitieren. Auch Kinder, die bettnässen, brauchen oft Cherry Plum, denn das nächtliche Urinieren im Schlaf deutet darauf hin, dass diese Kinder tagsüber ihre Gefühle zurückhalten müssen und unter starkem Druck stehen. Auch bei neurologischen Erkrankungen, Allergien, Juckreiz, Gelenkschmerzen, Nägelkauen und Zähneknirschen kann Cherry Plum wertvolle Unterstützung bieten.

Im positiven Cherry-Plum Zustand kann man seine inneren Kräfte nutzen, um das zu tun, was man wirklich will.
Man ist sich seiner Lebensaufgabe bewusst und hat auch genügend Kräfte, um sie zu bewältigen. Die innere Entwicklung kann kraftvoll fortangehen. Krisensituationen kann man meistern, ohne dadurch dauerhaften Schaden zu nehmen.

  

7. Chestnut Bud (Knospe der Rosskastanie)



Man macht immer wieder die gleichen Fehler, weil man seine Erfahrungen nicht wirklich verarbeitet und nicht genug daraus lernt.
 
Chestnut Bud steht im Zeichen des Lernens aus Erfahrungen. Um aus den Erfahrungen des Lebens lernen zu können, muss man aufmerksam wahrnehmen, was einem widerfährt. Wenn es unerfreuliche Erlebnisse sind, dann ist es wichtig, hinzuschauen, was für Fehler man selbst bei dem Erlebten gemacht hat. Man muss sich die eigenen Fehler eingestehen und analysieren, ob man sein diesbezügliches Verhalten ändern kann. Dazu ist Interesse an der Gegenwart und Beobachtungswillen wichtig und die Bereitschaft, sich auch genug Zeit dafür zu nehmen. Im negativen Chestnut Bud Zustand sind diese Vorgänge zu schwach ausgebildet. Man nimmt nicht wahr, welche Rolle man selbst beim Erlebten spielt und ist nicht in der Lage, dieses Verhalten zu ändern. Statt der Wahrnehmung der Realität spiegelt man sich in seinen eigenen Gedankenwelten und baut sich sein eigenes Weltbild, das mit der echten Welt nichts mehr zu tun hat. Die Folge davon ist, dass einem immer wieder die gleichen Missgeschicke passieren. Man verliebt sich immer in den gleichen falschen Menschentyp, man macht die gleichen Fehler im Beruf, in der Freizeit und seiner Gesundheit gegenüber. Andere sehen von außen meist deutlich, was man selbst nicht mehr erkennen kann. Chestnut hilft Menschen, die naiv und gedankenlos wirken. Weitere Kennzeichen für einen blockierten Zustand sind: Langsames Lerntempo, sei es in der Schule, Ausbildung oder im Alltag. Interesselosigkeit dem Leben gegenüber. Mehr Interesse an der Zukunft als an der Gegenwart. Nach unerfreulichen Erlebnissen wird sich gleich in die neue Erfahrung gestürzt, ohne sich Zeit zur Verarbeitung zu lassen. Mangelnde Bereitschaft, aus den Fehlern anderer zu lernen. Krankheiten, die anfallsartig auftreten, z.B. Migräne, Asthma usw., wenn man nicht lernt, die auslösenden Faktoren zu meiden.


Im positiven Chestnut Bud Zustand nimmt man sich die Zeit, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen, man zieht seine Schlüsse aus dem Erlebten und ändert sein Verhalten. Auch aus Erfahrungen anderer zieht man Schlüsse und lernt daraus. Der Gegenwart bringt man die nöitge Aufmerksamkeit entgegen und nimmt die Ereignisse, die um einen herum geschehen, deutlich wahr. Eigene Schwächen nimmt man real wahr, steht dazu und ist in der Lage, etwas zu ändern. Geistig ist man hellwach und aufmerksam.


8. Chicory (Wegwarte)
 



Besitzergreifende Persönlichkeitshaltung, die sich übermäßig einmischt und kritisiert. Man erwartet von seiner Umgebung volle Zuwendung und bricht in Selbstmitleid aus, wenn man seinen Willen nicht bekommt.

Das positive Chicory-Potential wird verkörpert durch selbstlose Liebe, die gibt, ohne zu fordern, die mit Hingabe für andere da ist. Diese bedingungslose Liebe fällt besonders dann Menschen schwer, wenn sie sich selbst nicht geliebt fühlen. Wenn sie in sich eine große Leere fühlen, die danach strebt, ausgefüllt zu werden, dann stellen solche Menschen Bedinungen an ihre Liebe. Sie mischen sich in das Leben anderer ein, vor allem in das ihrer Familienangehörigen und fordern Dankbarkeit für ihre Fürsorge. Wenn sie die Dankbarkeit nicht erhalten, neigen sie dazu, schnell beleidigt zu sein und den Märtyrer zu spielen. Statt echter Liebe geht es hier mehr um einen Machtkampf und um eine erzwungene Bindung zu anderen. Das Bild für den negativen Chicory-Zustand ist die "bedürftige Mutter". Wenn Kinder klein sind, erzwingen sie die Aufmerksamkeit anderer durch Schreien, in späteren Jahren durch altkluges Vielreden, Einschmeicheln oder kleine Erpressungen. Der negative Chicory-Zustand kommt auch bei erwachsenen Männern vor. Er äußert sich dann in übereifrigen Bestrebungen, von anderen Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhalten. Bei Chicory ist es die "bedürftige Mutter", die gibt, um Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten und klagt, wenn sie sich nicht genügend geliebt fühlt. Chicory kann Menschen helfen, die sich nach Liebe sehnen und versuchen, diese durch Fürsorge und auch Manipulation zu erzwingen. Folgende Menschen können durch Chicory lernen, aus sich selbst heraus zu lieben: Gluckenartige Mütter und überbesorgte Eltern, Menschen, die andere mit unerwünschter Fürsorge überhäufen. Ewige Besserwisser, die Dank erwarten und Menschen, die zu berechnenden Liebesbezeugungen neigen. Gefühls-Erpresser und nachtragende Menschen sowie Menschen, die vor lauter Selbstmitleid zerfließen. Fordernde Kinder, die Aufmerksamkeit erzwingen.

Wenn man den negativen Chicory-Zustand überwindet, erwächst die ersehnte Liebe aus dem eigenen Inneren und man kann dann nicht nur sich selbst beglücken, sondern auch bedingungslos für andere überfließen. Man kann schenken, ohne Bedingungen daran zu knüpfen. Man ist sich selbst genug und fühlt sich geborgen in sich selbst.

 
  

9. Clematis (Weisse Waldrebe - Greisenbart)

 



Tagträumer, der mit den Gedanken immer wo anders ist, zeigt wenig Aufmerksamkeit für das, was um ihn herum vorgeht.

Clematis ist die Blüte für Träumer und Bewohner von Fantasiewelten. Im negativen Clematis-Zustand fühlt man sich nicht wohl in der Realität und lenkt seine Aufmerksamkeit in die Innenwelt. Dadurch wirkt man zerstreut und kaum ansprechbar. Auch das Gedächtnis leidet, denn man widmet der Gegenwart so wenig Aufmerksamkeit, dass man sich nicht merkt, was man gehört oder gesehen hat. Die Fantasie von Clematis orientierten Menschen ist sehr stark ausgeprägt, was sie für Kreativität nutzen können, was aber auch zu irrealen Vorstellungen von der Wirklichkeit führt. Da Menschen im negativen Clematis-Zustand kaum Verbindung zu ihrem Körper haben, neigen sie zu Unfällen. Auch bei Krankheiten dauert es lange, bis sie gesunden, weil sie wenig Kraft haben. In Krisensituationen oder unter Schock kann der Extremzustand von Clematis auftreten: Die Weggetretenheit vor einer Bewusstlosigkeit. Daher ist Clematis wichtiger Bestandteil der Notfalltropfen. Tagträumer sind die typischen Kandidaten für Clematis. Oft sind es verhinderte Künstler, die durch Clematis ihre Fantasie in reale Kreativität umzusetzen können. Menschen, die lieber ihre Tage vor dem Fernseher oder mit Computerspielen verbringen, 
können von Clematis profitieren. Ein negativer Clematis-Zustand ist der zerstreute Professor. Clematis-Menschen haben kalte Hände und Füße und Störungen der Sinnesorgane.

Im positiven Clematis-Zustand kann man seine Kreativität in der Wirklichkeit umsetzen. Aus Träumen werden Bilder, Musik, Texte, Mode oder Filme. Man bringt sein Potential ins Leben ein und gestaltet aktiv die eigene und die gemeinsame Zukunft. Menschen im positiven Clematis-Zustand erkennen die schönen Aspekte der Welt um sie herum.

 

10. Crab Apple (Holzapfel)



Man fühlt sich innerlich und äußerlich beschmutzt, unrein oder infiziert. Detailkrämer!

"Die Reinigungsblüte".

Crab Apple ist die Reinigungsblüte. Sie steht in Verbindung mit Ordnung, Perfektion und Makellosigkeit. Diese Menschen haben ein starkes Bedürfnis danach, dass ihre Welt aufgeräumt, klar und sauber ist. Oft sind sie besonders sensibel und lassen sich von kleinen Störungen in ihrer Umgebung stark beeinträchtigen. Ihre Sinne werden ständig von zu vielen Reizen überflutet und sie fühlen sich dadurch schnell überfordert. Durch die Überforderung entsteht das Bedürfnis nach Klärung und diese wird durch Waschen, Putzen oder Aufräumen herbeigeführt. Viele Menschen leiden daher unter einem Waschzwang oder Putzfimmel. Durch die äußeren Reinigungen versuchen sie quasi, ihren inneren Zustand zu bereinigen. Häufig neigen Crab Apple Menschen zu ausgeprägter Angst vor Krankheitserregern, Umweltgiften und Nahrungsgiften. Sie ekeln sich vor Körperflüssigkeiten, selbst vor ihren eigenen. Oft haben sie ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Körperlichkeit und Sinnlichkeit. Erstaunlicherweise ist der starke Drang nach Reinheit oft gepaart mit der Eigenschaft, Schmutz gerade an sich zu ziehen. Solche Menschen sehen häufig schmuddelig aus, obwohl sie mehrmals täglich duschen. Sie neigen zu Hautunreinheiten. Krankheitssymptome, selbst leichte, werden als unerträglich empfunden und sollen sofort verschwinden. Crab Apple Menschen haben keine Geduld mit notwendigen Heilungsprozessen, sie können keine normalen körperlichen Beschwerden als zum Leben dazugehörend akzeptieren. Menschen, die Crab Apple brauchen, haben ein überstarkes Reinheitsbedürfnis, neigen zu Perfektionismus, fühlen sich beschmutzt, haben oft einen Putzfimmel, sind oft perfekte Hausfrauen, duschen mehrmals täglich, sind oft sehr sensibel, leiden unter Reizüberflutung und Hautunreinheiten oder haben Angst vor Krankheitserregern.

Wenn man den positiven Crab Apple Zustand erreicht, dann kann man innere und äußere Reinheit schaffen, ohne sich darin zu verlieren. Man kann Schmutz in Klarheit transformieren. Negative Eindrücke fallen von einem ab. Im positiven Crab Apple Zustand wächst neue Großzügigkeit; Einzelheiten werden nicht mehr überbewertet. Menschen haben nun einen scharfen Blick für Ungeklärtes und das Talent, Klarheit in solche Zustände zu bringen.

  

11. Elm (Ulme)



Das vorübergehende Gefühl, seiner Aufgabe oder Verantwortung nicht gewachsen zu sein.
 
Elm steht in Verbindung mit Verantwortlichkeit und Stärke. Meistens sind starke Persönlichkeiten betroffen, die viel Verantwortung übernehmen und oft sehr uneigennützig und aufopfernd sind. Elm-Persönlichkeiten stehen Tag für Tag ihren Mann und haben plötzlich das Gefühl, eine Aufgabe nicht mehr bewältigen zu können, auch wenn es im Vergleich zu ihren sonstigen Aufgaben nur eine Kleinigkeit ist. Der negative Elm-Zustand ist eine Erschöpfungs-krise. Vor dieser Krise werden wichtige Warnsignale übersehen und der Betroffene lädt sich immer mehr Verantwortung auf, bis eine eher kleine Aufgabe zum Tropfen wird, der das Fass zum Überlaufen bringt. Solch ein Zusammenbruch tritt mit äußeren Belastungssituationen, wie steigendem beruflichen Druck oder körperlichen Veränderungen, wie den Wechseljahren, auf. Mithilfe von Elm kann es den Betroffenen gelingen, die aktuelle Situation zu bewältigen. Der Elm-Mensch erfüllt seine Aufgabe aus Berufung und leidet nur unter einer vorübergehenden Schwäche. Elm hilft Menschen, die starke Persönlichkeiten sind, und sich viel aufladen, die Verantwortung übernehmen und unter besonderer Belastung stehen. Die unerwartet an einer Aufgabe scheitern, unter einer Erschöpfungskrise leiden, überfordert sind und zu viele Termine haben. Menschen, die innere Warnsignale überhören, einen schwachen Moment erleiden oder eine körperliche Umbruchphase erleben, z.B. Menopause.

Wenn man den negativen Elm-Zustand überwunden hat, findet man zu seiner alten Stärke zurück. Man fühlt sich seinen Aufgaben gewachsen. Auf der anderen Seite gelingt es im positiven Elm-Zustand, auf seine innere Stimme zu hören und ihre Warnsignale zu beachten. Man legt Pausen ein, wenn es nötig ist, lernt Aufgaben zu delegieren und sich nur soviel aufzuhalsen, wie man auch wirklich noch schaffen kann.

 

12. Gentian (Herbstenzian)





Skeptisch, zweifelnd, pessimistisch, leicht entmutigt.

Gentian steht für Glauben und Zuversicht, nicht nur für religiösen Glauben, sondern auch für den Glauben an den Sinn des Lebens und an Weltanschauungen. Wer Gentian braucht ist voller Zweifel und leidet sehr darunter. Man hat den Glauben an Gott verloren oder andere quälen sich durch ihre vielen Zweifel an der Gerechtigkeit der Welt. Ewige Schwarzseher sind ebenso Kandidaten für Gentian wie Menschen, die aufgrund von Schicksalsschlägen mit ihrem Leben hadern. Menschen im negativen Gentian-Zustand wissen, warum sie unglücklichlich sind, anders als Depressive. Voller Misstrauen betrachtet der typische Gentian-Mensch die Ereignisse des Weltgeschehens und interpretiert sie ausschließlich negativ. Er nimmt nur noch die schlechten Nachrichten wahr. Dass er mit dieser negativen Haltung auch sein Leben negativ beeinflusst, ist ihm nicht bewusst. Gentian kann Menschen helfen, die ihren Glauben verloren haben, an der Zukunft der Welt zweifeln, unglücklich sind und wissen warum, lange um Genesung ringen, keine Arbeit finden, immer alles in Frage stellen, durch und durch Pessimisten sind und von einem Misserfolg zum nächsten taumeln.

Im positiven Gentian-Zustand wird man durch seinen Glauben gestärkt. Dieser Glaube ist kein blinder Glaube, sondern stets gepaart mit positiver Skepsis. Man ist jetzt in der Lage, Konflikte zu sehen, zu akzeptieren und mit ihnen zu leben, ohne dass man zu sehr unter ihnen leidet. Auch in schwierigen Situationen stellt man sich dem Leben wieder voller Zuversicht.

 

13. Gorse (Stechginster)



Ohne Hoffnung, völlig verzweifelt.
 
Gorse steht für die Hoffnung. Im blockierten Gorse-Zustand hat man die Hoffnung verloren. Häufig sind es Menschen, die unter schweren oder chronischen Krankheiten leiden. Sie haben viele Heilmethoden ausprobiert und nichts hat geholfen. Dadurch haben sie die Hoffnung aufgegeben und möchten keine Versuche mehr unternehmen, doch noch zu einer Heilung oder zumindest einer Linderung ihrer Beschwerden zu gelangen. Nur durch massive Überredungskraft erklären sie sich zu weiteren Behandlungsversuchen bereit. Diese neuen Versuche werden von starkem Pessimismus begleitet, so dass wenig Hoffnung auf Besserung besteht. Wenn der neue Heilungsversuch nicht klappt, ruft dies ausgeprägte Trübsal hervor und die Hoffnungslosigkeit wird weiter zementiert. Der Gorse-Mensch hofft auf ein Wunder, das von außen kommt. Dass echte Heilung nur von innen kommen kann, ist ihm nicht bewusst. Bei Gorse besteht ein kleiner Funke Hoffnung und mit intensiver Überredungsarbeit werden Gorse-Menschen doch noch überzeugt, weitere Versuche zur Besserung ihrer Situation zu unternehmen. Gorse kann in solchen Fällen manchmal beim ersten Schritt zur Besserung helfen. Gorse kann Menschen helfen, die chronisch oder langwierig krank sind und die die Hoffnung auf Genesung fast aufgegeben haben. Die schon alles versucht haben, ohne Besserung und die Einschränkungen durch Krankheit oder Behinderung nicht akzeptieren können. Es hilft Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen feststecken, sich in ihrem Elend eingraben und keine Chance auf Besserung ihrer Situation mehr sehen. Sie blicken pessimistisch in die Zukunft.

Im positiven Gorse-Zustand sieht man seine Krankheit oder seine schwierige Situation eher als Herausforderung. Man ist zuversichtlich, dass noch eine Besserung möglich ist. Wenn die körperliche Situation nicht zu bessern ist, dann macht man wenigstens das Beste daraus. Man kann sein Schicksal annehmen und leidet nicht mehr so stark darunter.

 

14. Heather (Heidekraut)



Selbstbezogen, völlig mit sich beschäftigt, braucht ständig Publikum.


"Das bedürftige Kleinkind".

Heather steht für Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen. Im negativen Heather-Zustand kommt es zu starker Selbstbezogenheit und Bedürftigkeit. Heather-Menschen im blockierten Zustand sind vollständig auf sich selbst fixiert und reden extrem viel und nur von sich und ihren Problemen. Das Leben ihrer Gesprächspartner interessiert sie nicht. Heather symbolisiert auch das "bedürftige Kleinkind". Was bei Babies und Kleinkindern ganz normal und sogar lebensnotwendig ist, weil sie vollständig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind, ist im Erwachsenenalter überflüssig und für andere äußerst lästig. Um von einem typischen Heather-Menschen in Ruhe gelassen zu werden, bedarf es oft drastischer Mittel und man muss sehr deutlich oder gar unfreundlich werden, um den Redeschwall zu stoppen. Nicht alle Menschen im negativen Heather-Zustand sind extrovertiert und reden ständig. Manche sind auch introvertriert und drücken ihre Selbstbezogenheit schweigend aus. Bei Heather ist es das "bedürftige Kleinkind", das nicht gibt, sondern nur Aufmerksamkeit fordert. Heather kann Menschen helfen, die ständig von sich selbst erzählen und sehr viel Aufmerksamkeit erzwingen,
nicht gern allein sind, deren Gedanken sich ständig nur um sich selbst drehen, die in ihrer Kindheit nicht genug Zuwendung bekommen haben, sich ihre eigene Existenz immer wieder durch Vielreden beweisen müssen und die ständig aus Mücken Elefanten machen. Sie gehen mit starkem Druck auf andere Menschen zu.

Im positiven Heather-Zustand können diese Menschen dann wieder sehr gut zuhören. Sie sind einfühlsamer und geben ihrer Umgebung viel Aufmerksamkeit. In ihrer Nähe fühlen sich andere sehr geborgen und voller Vertrauen. Das sorgt dafür, dass die positiven Heather-Menschen ihrerseits auch viel Aufmerksamkeit zurück bekommen, was im früheren negativen Zustand ihre große Sehnsucht war.

 

 

15. Holly (Stechpalme)



Eifersucht, Misstrauen, Hass- und Neidgefühle auf allen Ebenen.

Die Bachblüte Holly steht im Zeichen der Liebe. Dass Menschen nicht voller Liebe sind, sondern eher voller Hass, Neid oder Eifersucht, ist leider in der ganzen Welt verbreitet. Manche lassen keine Gefühle mehr an sich heran, nur um nicht mehr zu fühlen, wie sehr ihnen die Liebe fehlt. Dabei ist Liebe in erste Linie nicht etwas, dass man von außen erhält, sondern etwas, dass im eigenen Innern erwächst und was man dann in die Welt verströmen kann. Nur wenn die Liebe von innen heraus fließt, dann erfährt man sie auch von außen. Liebe kann man nicht fordern, sondern Liebe kann man nur geben. Und wenn sie auf einen zukommt, dann kann man die Liebe annehmen. Weil das oft missverstanden wird und die Menschen ihr Herz verschließen in der Erwartung, es nur zu öffnen, wenn die Liebe im Übermaß von außen kommt, fehlt es überall auf der Welt an Liebe. Wer sich vor der Liebe verschließt, den kann die Liebe nicht finden. Holly hilft allen, die sich wieder mehr der Liebe zuwenden wollen, weil sie unter Seelenzuständen leiden, die sie von der Liebe entfernen.

Holly bringt Licht in Gefühle wie: Hass, Zorn, Neid, Missgunst, Eifersucht, Schadenfreude, Einsamkeit und Misstrauen. Diese quälenden Gefühle können sich dank Holly auflösen und weichen der Fähigkeit zur Liebe. Wenn man sich vom Diktat der lieblosen Gefühle befreit, dann findet man leichter zu sich und anderen Menschen. Das Verständnis für unser Gegenüber wächst und dadurch werden Konflikte leichter lösbar. Man kann das Leben wieder genießen, weil man auf einmal wahrnimmt, wieviel Freude es auf der Welt gibt. Die Fähigkeit zu Lieben verleiht einem gleichsam Flügel. Liebe verbindet mit der gesamten Existenz.


16. Honeysuckle (Geissblatt)



Sehnsucht nach Vergangenem, bedauert Vergangenes. Lebt nicht in der Gegenwart.

Honeysuckle steht in Verbindung mit der Wandlungsfähigkeit. Menschen im negativen Honeysuckle-Zustand hängen an der Vergangenheit und haben kaum Interesse an der Gegenwart. Dazu passt es sehr gut, dass die Pflanze in Deutschland unter anderem den Namen "Je länger je lieber" trägt. Durch das Festhalten an der Vergangenheit fällt es den Menschen schwer, sich zu wandeln und ihr Leben zu meistern. In nostalgischer Sehnsucht wird verklärt, was früher war, ohne an die unerfreulichen Seiten der Vergangenheit zu denken. So ist es kaum verwunderlich, dass Honeysuckle in besonderem Maße eine Bachblüte für ältere Menschen ist, denn im Alter leben viele Menschen mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Das ist gerade heutzutage sehr verständlich, denn die Weisheit des Alters gilt kaum noch etwas, aber die Jugend zählt viel. Daher fühlen sich ältere Menschen in der Gegenwart oft nicht wohl und flüchten sich in ihre "bessere" Vergangenheit. Honeysuckle ist geeignet für Menschen jeden Alters, die unter Heimweh leiden. Es passt zu Situationen, in denen man verpassten Gelegenheiten nachtrauert oder auch für Trauer um verstorbene Menschen oder den Verlust des Partners. Honeysuckle kann Menschen helfen, die an der Vergangenheit festhängen, viele Sätze mit "Früher ..." beginnen, unter Heimweh leiden, nicht wandlungsfähig sind, sehr nostalgisch veranlagt sind, verpassten Gelegenheiten nachweinen oder einen geliebten Menschen verloren haben.

Im positiven Honeysuckle-Zustand hat man einen lebendigen Kontakt zur Vergangenheit, lebt aktiv in der Gegenwart. Man kann aus seiner Erfahrung lernen und das Gelernte auf die aktuelle Situation übertragen.

  

17. Hornbeam (Weissbuche oder Hainbuche)



Müdigkeit; mentale Erschöpfung, als vorübergehe
nder oder länger andauernder Zustand. 

Hornbeam steht für geistige Frische. Ein typischer negativer Hornbeam-Zustand tritt Montag morgens auf, wenn man glaubt, gar keine Kraft für eine lange Arbeitswoche voller Alltagsanforderungen zu haben. Wenn man dann erst in die Gänge gekommen ist, merkt man, dass man deutlich weniger erschöpft ist als befürchtet, und die Arbeit geht einem eigentlich relativ leicht von der Hand. Auch wenn man lange vor dem Fernseher saß, nächtelang gelesen hat oder stundenlang im Internet unterwegs war, ist man oft geistig sehr erschöpft, ohne dass diese Erschöpfung mit einer körperlichen Verausgabung verbunden ist. Durch die mentale Müdigkeit fühlt man sich aber auch zu schlapp für körperliche Aktivität, was die Schlappheit umso mehr fördert. Wenn sich etwas Außergewöhnliches ereignet oder eine schwierige Aufgabe eine echte Herausforderung darstellt, ist die ganze Schlappheit wie weggeblasen und man ist wieder voller Tatkraft. Hornbeam passt auch, wenn jemand lange Zeit krank im Bett liegt und dadurch so kraftlos geworden ist, dass er sich kaum zutraut, wieder auf die Beine zu kommen. Wie eine erfrischende Dusche weckt Hornbeam dann die Lebensgeister und zeigt, dass man eigentlich voller Kraft steckt und dass das Leben interessant ist. Hornbeam hilft Menschen, die Kopfarbeiter sind, viel lernen müssen (z.B. Studenten), sich schlapp und müde fühlen, morgens kaum aus dem Bett kommen, viel vor dem Fernseher sitzen, sich im Alltagstrott langweilen, Kaffee oder Tee brauchen, um in die Gänge zu kommen, nach langer Krankheit an ihren Kräften zweifeln und körperlich unausgelastet sind.

Im positiven Hornbeam fühlt man sich voller Tatkraft und sieht jeden Tag als ein neues Abenteuer voller Herausforderungen. Man hat Vertrauen in seine Fähigkeit, auch schwierige Aufgaben zu bewältigen. Morgens freut man sich schon auf den Tag und ist voller Neugier, was er einem bringen mag.


 

18. Impatiens (Drüsentragendes Springkraut)



Ungeduldig, leicht gereizt, aggressiv, überschießende Reaktionen.

Die Bachblüte Impatiens steht für Geduld und Ungeduld. Vor lauter innerer Geschwindigkeit haben Impatiens-geprägte Menschen oft wenig Geduld mit ihren Mitmenschen. Deren Arbeit geht ihnen zu langsam, sie denken und sprechen zu langsam. Daher machen Vorgesetzte im Impatiens-Zustand am liebsten alles selbst, nehmen ihren Mitarbeitern die Arbeit aus der Hand und fallen ihnen häufig ins Wort. Impatiens-Menschen möchten die Dinge vorantreiben und können es kaum abwarten, bis ihre Umgebung soweit ist. Sie sind ständig in Eile. Darum arbeiten Impatiens-Menschen am liebsten alleine, weil sie dann keine Konflikte mit Mitarbeitern haben. Der Vorteil von Impatiens-geprägten Menschen ist, dass sie häufig tatsächlich eine schnelle Auffassungsgabe haben und auch oft sehr viel mehr leisten als andere Menschen. Durch die Anspannung, sich an ihre Umgebung anzupassen, stehen sie aber unter Dauerstress, was auch in vielen Fällen zu gesundheitlichen Problemen führt. Das ungeduldige Bild passt gut zur Pflanze Springkraut, denn diese Pflanze hat Samenkapseln, die schon auf die leichteste Berührung hin aufplatzen und ihre Samen in alle Richtungen schleudern. Wer braucht diese Blüte? Menschen, die schnell denken und arbeiten können und denen die Umgebung zu langsam ist, können durch Impatiens mehr Gelassenheit lernen. Den Impatiens-Zustand kann man auch an vielen anderen Kennzeichen erkennen: Menschen, die vor lauter Anspannung gespannt sind wie eine Feder. Menschen, die zu Jähzorn und Aggressionen neigen und sehr schnell aufbrausen und auf der Palme sind. Unruhige Kinder, die nicht stillhalten können. Eltern, denen im Umgang mit ihren Kindern leicht der Geduldsfaden reißt. Menschen, die ständig mit den Fingern trommeln, auf und ab tigern. Menschen, die unter Juckreiz oder Hautausschlägen leiden. Auch manche nervös bedingte Gesundheitsprobleme können Impatiens-geprägt sein.

Wenn man den Impatiens-Zustand überwunden hat, verfügt man weiter über seine schnellen Gedanken und die Fähigkeit zügig zu arbeiten. Aber man hat mehr Geduld mit anderen Menschen und es fällt einem leichter, mit Menschen zu harmonieren. Durch die rasche Auffassungsgabe gesellt sich zur Geduld noch ein ausgeprägteres Einfühlungsvermögen, das zu Verständnis und Mitgefühl führen kann. Aus einem unduldsamen Eintreiber wird ein sanfter Diplomat.

 


19. Larch (Lärche)



Erwartung von Fehlschlägen durch Mangel an Selbstvertrauen. Minderwertigkeitskomplexe.

Larch steht für Bescheidenheit und Selbstvertrauen. Im negativen Larch-Zustand traut man sich kaum etwas zu. Man ist sogar so von seiner Unfähigkeit überzeugt, dass man es gar nicht erst versucht, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Lieber verharrt man in seiner Situation und schaut wehmütig auf andere, die sich mehr zutrauen und aus ihrem Leben etwas machen. Meistens entstehen die ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexe eines Menschen im negativen Larch-Zustand schon in frühester Kindheit, weil die Eltern dem Kind einfach nichts zutrauen. Weil man neue Aufgaben gar nicht erst ausprobiert, steht der Misserfolg allerdings schon von vorneherein fest. Dadurch schwindet das Selbstvertrauen immer mehr. Der typische Larch-Mensch denkt von sich, dass er zu weniger fähig ist als andere Menschen. Dabei sind sie oft besonders fähig! Die Bachblüte hilft Menschen, die unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden, von ihrer Unfähigkeit überzeugt sind, zu falscher Bescheidenheit neigen, neue Aufgaben gar nicht erst anpacken, sich nutzlos fühlen und vor kommenden Prüfungen große Versagens-Angst haben.

Im positiven Larch-Zustand kann man seine Fähigkeiten realistischer einschätzen. Man bewahrt sich seine Bescheidenheit, wagt sich aber an neue Aufgaben heran und stellt sich den Herausforderungen des Lebens. Dadurch kann man sich besser entfalten und das Beste aus seinem Leben machen. Bei Rückschlägen hält man tapfer durch und führt seine Aufgaben zum Erfolg.

  

20. Mimulus (Gefleckte Gauklerblume)



Spezifische Ängste, die man benennen kann, Furchtsamkeit, Angst vor der Welt.

Mimulus steht für Vertrauen und Tapferkeit. Im negativen Mimulus-Zustand hat man den Bezug zu Tapferkeit und Vertrauen mehr oder weniger stark verloren und leidet unter verschiedenen Ängsten. Entweder ist die Neigung zu Ängsten den Mimulus-Menschen deutlich anzusehen oder es gelingt ihnen, ihre Ängstlichkeit zu verstecken und sie erscheinen sogar kraftvoll. Die Ängste im negativen Mimulus-Zustand richten sich auf spezielle Befürchtungen, die Ängste sind konkret und nicht vage. Viele der menschlichen Ängste und Phobien trifft man im negativen Mimulus-Zustand an: Angst vor Spinnen und Schlangen, Angst vor vielen Menschen, Angst vor Spritzen, vor Krankheit. Im Grunde geht alles auf die große Urangst vor der Welt zurück. Mimulus-Menschen sprechen selten über ihre Ängste, aber wenn es doch passiert, wird deutlich, dass man im negativen Mimulus-Zustand nicht nur eine Angst hat, sondern eine ganze Reihe davon. Viele Mimulus-Menschen sind sehr empfindlich und feinfühlig, daher leiden sie unter starkem Lärm, grellem Licht und großer Hektik. Sie brauchen mehr Ruhe als andere Menschen. Auch regelmäßige Krankheiten gehören zu den typischen Erscheinungen für Mimulus-Menschen. Wiederkehrende Migräne, chronische Blasenentzündungen und ständige Magenschmerzen trifft man häufig im negativen Zustand an. Diese Bachblüte hilft, einen realistischen Bezug zu Ängsten zu bekommen. Sie lernen mitsamt ihrer Feinfühligkeit in der rauen Welt zu bestehen. Mimulus hilft Menschen, die unter Ängsten leiden, die sie benennen können und die Angst vor der Welt haben, besonders empfindlich sind, unter lautem Lärm und grellem Licht leiden, die Migräne und andere chronische Erkrankungen haben. Diese Menschen sind zierlich und feingliedrig und brauchen viel Ruhe.

Im positiven Mimulus-Zustand erhält man sich seine Feinfühligkeit, schafft es dennoch vertrauensvoll im Leben zu stehen. Durch die eigene Sensitivität hat man viel Verständnis für andere Menschen in ähnlichen Situationen. Menschen im transformierten Mimulus-Zustand sind tapfer und sehen zuversichtlich in die Welt.


  

21. Mustard (Wilder Senf)



Perioden tiefer Melancholie kommen und gehen plötzlich ohne erkennbare Ursache.
 
Die Bachblüte Mustard steht für Heiterkeit und Lebensfreude. Im negativen Zustand hängt Mustard mit dunkler Schwermut zusammen. Tiefe Melancholie senkt sich unvermittelt über die Betroffenen, ohne dass sie sich erklären können, woher diese Traurigkeit kommt. Der Kontakt zur Umwelt schwindet, man fühlt sich isoliert und in seiner Schwermut eingekapselt. Die Antriebskraft geht verloren und alle Bewegungen werden langsamer. Genauso unvermittelt, wie sich der negative Mustard-Zustand über einen gelegt hat, so plötzlich löst er sich auch wieder auf und man ist ein heiterer, aktiver Mensch wie zuvor. Die Betroffenen verstehen selbst nicht, warum sie so traurig sind, es gibt keinen äußeren Anlass für die melancholischen Zustände. Es ist eine Art diffuser Weltschmerz. Die meisten Menschen erleben mehrmals in ihrem Leben negative Mustard-Zustände, manche Menschen sogar immer wieder. Bei anderen kann der Weltschmerz in milder Form verlaufen, so dass er weniger krass auftritt. In vielen Fällen steht der negative Mustard-Zustand im Zusammenhang mit inneren Entwicklungen und geht diesen voraus. Wenn man die Melancholie überwunden hat, ist man in der Lage, den Entwicklungsschritt zu gehen. Mustard hilft Menschen, die ohne äußeren Anlass zutiefst traurig sind, unter starkem Weltschmerz leiden, durch ihre Melancholie wie gelähmt sind, sich von der Umgebung wie durch einen schwarzen Schleier getrennt fühlen, ihre Traurigkeit nicht überspielen können und ihre Schwermut nicht vertreiben können. Zwar ähnelt der blockierte Zustand den Symptomen einer endogenen Depression, aber der negative Mustard-Zustand kann jeden Menschen befallen, auch ohne dass derjenige gleich unter einer echten Depression leiden muss. 


Wenn man den negativen Zustand transformiert hat, dann ist man in der Lage, mit sonniger Heiterkeit auch durch schwierige Lebensphasen zu gehen. Man spürt zwar noch die Schwere dunkler Tage, aber man wird nicht mehr Opfer der dunklen Stimmung, sondern behält seine innere Klarheit, die einem hilft, die Stimmungslage zu meistern. Der Kontakt zur Freude am Leben bleibt auch in schwierigen Phasen erhalten.

 

22. Oak (Eiche)



Der niedergeschlagene und erschöpfte Kämpfer, der trotzdem tapfer weitermacht und nie aufgibt.

Oak symbolisiert Stärke und Kraft. Der Eichenbaum ist der Inbegriff von Stärke, Ausdauer und Pflichtbewusstsein. Im blockierten Eiche-Zustand werden diese Eigenschaften übertrieben und Schwäche wird nicht mehr eingestanden. Die harte Haltung sich selbst gegenüber kann dem Betroffenen die komplette Lebensfreude nehmen, denn alles ist nur noch tapfere Pflichterfüllung und es kann zu chronischen Erkrankungen kommen, weil der Mensch sich keine Ruhe und Entspannung mehr gönnt. Ein Oak-Mensch ist so kraftvoll, dass die meisten Menschen ihn bewundern und als Vorbild sehen. Auch in schwierigen Situationen gibt er nicht auf, oft ist er die Stütze der ganzen Familie oder der Firma. Der Oak-Mensch gesteht sich keinerlei Schwäche zu, er gönnt sich keine Pause und auch keinen Urlaub. Er hält durch bis zum Umfallen. Wenn er dann umgefallen ist, dann fällt es ihm schwer, sich die nötige Entspannung zu geben, um wieder zu genesen. Er bittet auch selten um Hilfe. Lieber arbeitet er sich pflichtbewusst ab, auch wenn ihm die Freude daran längst vergangen ist und er nur noch aus Pflichtgefühl durchhält. Oak kann Menschen helfen, die besonders pflichtbewusst sind, stark aber erschöpft sind, zur Starrheit neigen, sich nichts gönnen, workaholicer sind, keine Freude an ihrer erledigten Aufgabe haben, nie Urlaub nehmen, nicht um Hilfe bitten können, die ganze Familie und Firma stützen, durchhalten um jeden Preis und dann infolge ihres Pflichtbewusstseins krank geworden sind.

Im positiven Oak-Zustand kann man die Stärke mit angenehmen Pausen kombinieren. Man lernt, dass in der Ruhe die Kraft liegt und dass man mit Lockerheit noch mehr schaffen kann, als wenn man ausschließlich krampfhaft auf Stärke setzt. Wenn man sich die nötige Entspannung erlaubt, können auch die chronischen Erkrankungen schwinden, die durch die rigide Pflichtausübung entstanden sind.

 

23. Olive (Olive)



Totale Erschöpfung, extreme Ermüdung von Körper und Geist.

Olive steht im Zeichen der Kraft und der Regenerationsfähigkeit. Im negativen Olive-Zustand ist man völlig erschöpft, sowohl körperlich als auch geistig. Der blockierte Olive-Zustand kann nach langer, zehrender Krankheit auftreten, aber auch nach einer Phase starker beruflicher Belastung. Auch wenn man pflegebedürftige Angehörige versorgt, ist man häufig erschöpft, dass man Olive braucht. Olive kann die Blüte der Wahl sein, wenn man aufreibende innere Entwicklungsprozesse durchlebt. Typisch für den negativen Olive-Zustand ist, dass man zu nichts mehr Kraft hat, nicht mal zu seinen Hobbies und anderen Dingen, die man sonst sehr gerne tut. Am liebsten möchte man nur noch schlafen und in Ruhe gelassen werden. Wenn man öfter in seinem Leben im negativen Olive-Zustand ist, sollte man lernen, mit seinen Kräften hauszuhalten und die Warnsignale bei Überforderung zu erkennen und darauf rechtzeitig zu reagieren. Dank eines funktionierenden Warnsystems kann man sich in anstrengenden Zeiten in passenden Momenten kleine Päuschen oder Inseln zur Regeneration gönnen, so dass man anschließend wieder mit neuer Lebenskraft weiter machen kann. Olive hilft Menschen, die völlig erschöpft sind, zu nichts mehr Kraft haben, nur noch schlafen möchten, eine schwere Krankheit hinter sich haben oder/und unter starker Belastung stehen.

Im positiven Olive-Zustand verfügt man über scheinbar unendliche Kräft, weil man endlich gelernt hat, sich auch in kleinsten Pausen wieder zu regenerieren. Man ist in der Lage, seine Lebenskraft wieder aufzuladen.

  

24. Pine (Schottische Kiefer)



Selbstvorwürfe, Schuldgefühle, Mutlosigkeit.

Pine steht in Verbindung mit dem Verzeihen. Im negativen Zustand steckt man voller Schuldgefühle, häufig unbegründeter Schuldgefühle. Ein typischer Satz eines Pine-Menschen wäre: "Entschuldige, dass ich geboren bin." Häufig sind es ständige Entschuldigungen für Kleinigkeiten, die darauf hindeuten, dass ein Mensch Pine braucht. Menschen im negativen Zustand fühlen sich für alltägliche Kleinigkeiten schuldig, aber auch für Fehler, die andere gemacht haben. All diese Schuld laden sich Pine-Menschen auf und verlieren dadurch ihre eigene Lebensfreude. Wo Schuld ist, muss auch Strafe sein, denn sie neigen dazu, sich selbst zu bestrafen und sich keine Freuden mehr zu gönnen. Pine hilft Menschen, die sich ständig entschuldigen, permanent ein schlechtes Gewissen haben, sich mit Selbstvorwürfen überhäufen, immer wieder zum Sündenbock werden, sich für andere aufopfern, erschöpft und müde sind, sehr hohe Anforderungen an sich stellen, sich sogar für die Fehler anderer Menschen schuldig fühlen, sich keine Freude gönnen, sich selbst bestrafen und mutlos sind.

Im positiven Pine-Zustand kann man sich seine Fehler verzeihen und gewinnt wieder neue Lebensfreude. Wo die Schuld nur eingebildet war, verändert sich der Blickwinkel auf das eigene Leben. Menschliche Schwächen werden als solche akzeptiert. Im transformierten Pine-Zustand ist man zu tiefer Demut in der Lage und bringt viel Geduld mit sich und anderen auf.

  

25. Red Chestnut (Rote Kastanie)




Übertriebene Sorge und Angst um andere.

Red Chestnut steht in Verbindung mit Nächstenliebe und Fürsorge. Von einer guten Mutter wird erwartet, dass sie sich um ihr kleines Kind kümmert und dafür Sorge trägt, dass ihm nichts zustößt. Wenn dieses Umsorgen übertrieben wird, dann haben wir es mit dem negativen Zustand zu tun. Eine überängstliche Gluckenmutter quält nicht nur sich selbst mit ihren ständigen Sorgen, sondern sie quält auch ihre Kinder und alle, die sie mit ihren meist übertriebenen oder unbegründeten Sorgen überhäuft. eigentlich bewahren wollte. Der negative Zustand kommt nicht nur in Mutter-Kind-Beziehungen vor. Auch in Partnerschaften kann es vorkommen, dass einer der Partner den anderen durch übermäßige Besorgtheit einengt. Manche Berufe neigen auch zum negativen Red Chestnut Zustand, z.B. Krankenpflege-Berufe oder Erzieher. Als Faustregel kann man sich für Red Chestnut merken, dass die Betroffenen immer eine starke Verbindung zu anderen Menschen haben oder wünschen. Red Chestnut kann Menschen helfen, die sich wie eine Glucke verhalten, sich in das Leben anderer einmischen, andere ständig bemuttern, oft in Sorge über ihre Angehörigen sind, in einer Symbiose mit anderen leben oder Krankenschwester oder Erzieher sind.

Im positiven Red Chestnut Zustand ist man voller positiver Nächstenliebe. Man gibt anderen den nötigen Freiraum, um sich im Leben zu entfalten, ist aber zur Stelle, wenn man gebraucht wird. Man kann seinen Nächsten innere Sicherheit und Ruhe vermitteln, selbst aus größerer räumlicher Distanz. Auch in Notsituationen bewahrt man einen klaren Kopf und kann anderen helfen, die Situation zu bewältigen.


 

 

26. Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen)



Äußerst akute Angstzustände, Terror, Panikgefühle.

Rock Rose steht für die Bewältigung von akuten Panikgefühlen. Rock Rose ist daher auch ein wichtiger Teil der Notfalltropfen. Die Angst bei Rock Rose entspringt einer realen und aktuellen Gefahrensituation. Manchmal entstehen die Panikgefühle jedoch ohne äußeren Anlass. Menschen in Unfallsituationen können durch Rock Rose Erleichterung erfahren und aus ihrer Panikstarre geholt werden. Auch in Kriegssituationen oder wenn man sich anderweitig akut bedroht fühlt, ist Rock Rose die Bachblüte der Wahl. Jedoch auch in friedlicher Umgebung kann man manchmal in Situationen geraten, in denen akute Panik aufsteigt und einen handlungsunfähig macht. Das kann bei besonders empfindlichen Menschen der Fall sein oder bei Menschen, die sich zu intensiver Selbsterfahrung ausgesetzt haben. Auch bewusstseinserweiternde Erfahrungen können Panikattacken auslösen. Die Rockrose-Angst drückt sich in Schmerzen oder Verkrampfungen im Bereich des Solar Plexus aus.

Wenn man in einer Krisensituation die Panik überwindet, kann man zu ungewöhnlichem Mut finden und über sich hinauswachsen. Enorme Kräfte können aktiviert werden. Solche Menschen, die die für Rockrose typische Schockstarre hinter sich lassen, können zu Helden in Notsituationen werden und Menschleben retten. Rock Rose kann helfen, die Panik loszulassen und zu seiner Stärke zu finden.

 

27. Rock Water (Wasser aus heilkräftigen Quellen)


Strenge und starre Ansichten, unterdrückte Bedürfnisse, man opfert seine Persönlichkeit für zu hoch geschraubte Ideale.

Rock-Water steht in Verbindung mit Freiheit und Flexibilität. Im blockierten Rock-Water-Zustand leidet man unter seinen starren Ansichten und der Unfreiheit, die man sich selbst aufzwingt. Rock-Water-Menschen sind die perfekten Gesundernährer, die perfekten Sportler, zumindest tun sie alles dafür, möglichst in allem perfekt zu sein. Sie setzen sich ein zu hochgeschraubtes Ideal, dem sie mit aller Kraft gerecht werden wollen. Dabei geht vor lauter Selbstdisziplin oft die Lebensfreude verloren. In ihrem Eifer, immer nur das Richtige tun zu wollen, verlernen sie häufig, auf ihre innere Stimme zu hören und verleugnen sich selbst und ihre Bedürfnisse. Die Folge ist nicht die ersehnte Makellosigkeit, sondern Unzufriedenheit oder gar Krankheit. Rock Water hilft Menschen, die nach einem hohen geistigen Ideal streben, nach moralisch strengen Richtlinien leben, durch und durch Perfektionisten sind, übermenschliche Verpflichtungen eingehen, ein erhabenes Selbstbild haben, durch Verzicht zur Weiterentwicklung gelangen wollen, Askese für unabdingbar halten, immer ein Vorbild sein wollen, sich in ein Korsett von Regeln zwängen, Disziplin für die wichtigste der Tugenden halten, voller geistigem Hochmut sind, ihre eigenen Bedürfnisse unterdrücken und vor allem ihre eigene Lebensfreude ersticken.

Im positiven Rock-Water-Zustand sind die Menschen anpassungsfähig und flexibel. Sie bleiben Idealisten, vertrauen aber dabei auf ihre innere Stimme und passen ihre Ideale der Realität an. Menschen im transformierten Rock-Water-Zustand können größere Wahrheiten erkennen, die hinter Regeln und Ideen stehen.

 

28. Sclerantus (Einjähriger Knäuel)



Unschlüssig, sprunghaft, innerlich unausgeglichen. Meinung und Stimmung wechseln von einem Moment zum anderen.

Scleranthus steht für die innere Balance. Im negativen Scleranthus-Zustand schwankt man ständig von einem Extrem ins andere. Vor allem mit Entscheidungen tut man sich sehr schwer. In einem Moment entscheidet man sich für eine Sache, im nächsten Moment lehnt man sie ab. Bei diesen Schwierigkeiten zu einer klaren Entscheidung zu kommen, sucht man sich keine Hilfe von anderen. Lieber hüpft man innerlich endlos lange hin und her, wie ein aufgeschreckter Grashüpfer. Auch die Stimmungslage schwankt im blockierten Scleranthus-Zustand ständig. Es geht von himmelhoch jauchzend bis hin zu Tode betrübt - und wieder zurück. Die Außenwelt nimmt Scleranthus-Menschen häufig als flatterhaft und sehr unzuverlässig wahr. Häufig hängt der negative Scleranthus-Zustand mit einer Reizüberflutung zusammen, der man sich hilflos ausgeliefert fühlt und von der man sich hin und her schubsen lässt. Den vielen Reizen kann man keine innere Stabilität mehr entgegensetzen. Scleranthus hilft Menschen, die von einem Extrem ins andere springen, heute so und morgen so entscheiden, wie eine Waage auf und nieder schwanken, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt pendeln, labil wirken, unzuverlässig scheinen, ruhelos sind, unter Entscheidungsschwäche leiden, zu nervösen Gesten neigen und wandernde und ständig wechselnde Krankheitssymptome haben.

Im transformierten Scleranthus-Zustand hat man die innere Ruhe gefunden. Man ist in der Lage, den goldenen Mittelweg zu wählen. Selbst im ärgsten Trubel bewahrt man die innere Balance.

 

29. Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern)



Nachwirkungen von körperlichen, seelischen oder geistigen Schocks. Egal, ob weit zurückliegend oder erst kürzlich geschehen.

"Der Seelentröster und Schmerzen-Besänftiger".
 
Die Bachblüte Star of Bethlehem hilft, vergangene Traumata zu überwinden. Egal, ob die Verletzung Jahrzehnte zurückliegt oder erst ein paar Minuten. Egal, ob es sich um einen schwerwiegenden Einschnitt im Leben handelt oder nur um einen kleinen Kratzer. Egal, ob es sich um eine körperliche oder um eine seelische Verletzung handelt. In all diesen Fällen kann die Blüte dazu beitragen, dass man sich von den Folgen des Schocks lösen kann, um wieder ein unbeschwertes Leben aufzunehmen. "Schock" ist hier eher als Schrecksituation zu verstehen, die einen starken Eindruck hinterlässt. Wenn man solch einen Schock nicht vollständig überwindet, fällt es schwer, mit voller Kraft am Leben teilnzunehmen. Ein Teil des Wesens bleibt mit dem Trauma beschäftigt, selbst wenn man mit seinem Bewusstsein gar nicht mehr daran denkt. Durch die unbewusste Anhaftung an das Trauma bleibt ein Teil der Lebensenergie blockiert. Star of Bethlehem gehört zu den Bachblüten der Notfalltropfen und spielt eine besonders wichtige Rolle. Menschen, die eine körperliche oder seelische Verletzung erlitten und diese noch nicht überwunden haben, können dadurch Linderung erfahren. Die Verletzungen können sehr vielfältig sein wie Geburtstrauma, schwere Krankheiten, Unfälle, Ungerechtigkeiten, Misserfolge und Verluste. Wenn Menschen stark unter vergangenen Verletzungen leiden, dann wirken sie oft abwesend, sind antriebsarm und ziehen sich zurück. Sie wirken fast wie gelähmt. Bei manchen Menschen, kommt es zu Störungen der Sinnensorgane, weil ihr Innerstes weitere Verletzungen nicht mehr wahrnehmen will.

Wenn man den Star of Bethlehem-Zustand überwunden hat, steht man wieder mit voller Kraft im Leben und findet zu voller Aktivität zurück. Neue Verletzungen überwindet man schnell.


30. Sweet Chesnut (Edelkastanie oder Esskastanie)



Tiefste Verzweiflung. Man glaubt, die Grenze dessen, was ein Mensch ertragen kann, sei nun erreicht.

Die Bachblüte Sweet Chestnut steht in Verbindung mit Hoffnung und Erlösung. Im negativen Sweet Chestnut Zustand hat man die Hoffnung aufgegeben. Man fühlt sich mit dem Rücken zur Wand. Die absolute Grenze der Belastbarkeit scheint erreicht. Der negative Sweet Chestnut Zustand wird als sehr extrem empfunden, denn nachdem man alles versucht hat, sieht man keinen Ausweg mehr und fühlt sich völlig hilflos. Viele der Betroffenen glauben, Gott habe sie verlassen und sie in ihrer Verzweiflung allein gelassen. Typisch für den blockierten Sweet Chestnut Zustand ist, dass man seine Probleme für sich behält und keine Hilfe mehr sucht. Daher ist es schwierig, den Sweet Chestnut Zustand zu erkennen. Vor einer Trennung in einer zermürbenden Partnerschaft kann Sweet Chestnut helfen. Auch der Eintritt in eine neue Lebensphase, wie das Erwachsenwerden oder das Alter, können einen blockierten Zustand auslösen. Sweet Chestnut hilft Menschen, die voller Verzweiflung sind, die die Grenze der Belastbarkeit erreicht haben, sich in einem extremen Ausnahmezustand befinden, mit dem Rücken an der Wand stehen, sich hilflos fühlen, ihre Stunde der Wahrheit erleben, vor wichtigen Entwicklungsschritten stehen, sich schutzlos fühlen, ihre Situation als ausweglos empfinden und glauben, Gott habe sie verlassen.

Im transformierten Sweet Chestnut Zustand ist man voller Gottvertrauen oder Vertrauen in die Existenz. Aus seiner schweren Stunde steigt man empor wie ein Phönix aus der Asche. Die anstehende Wandlung kann begonnen werden und man fühlt sich wie ein neuer Mensch.

 
 

31. Vervain (Eisenkraut)



Im Übereifer, sich für eine Sache einzusetzen, treibt man Raubbau mit seinen Kräften. Reizbar bis fanatisch.

Die Bachblüte Vervain steht in Verbindung mit Selbstdisziplin. Im negativen Vervain-Zustand ist man von einer Idee erfüllt und neigt zu Übereifer. Mit 150 %-igem Engagement will man andere von seinen Vorstellungen überzeugen und nimmt einiges an Mühen in Kauf, um seine Ideale zu verbreiten. Menschen, die Vervain brauchen, findet man in Bürgerinitiativen oder Aktivistengruppen. Der Druck, den Vervain-Menschen auf andere ausüben, wirkt den Zielen entgegen. Die Opfer des Eifers fühlen sich überrumpelt und in die Ecke gedrängt und lassen sich daher nicht gerne überzeugen. Hier hätte weniger Übereinsatz oft mehr Wirkung. Der typische Vervain-Mensch forciert jedoch seine Bemühungen und gönnt sich keinen Moment Pause in seinem Bestreben, seine Ideale zu fördern. Er treibt Raubbau mit seinen Kräften. Daher ist die Frustration natürlich groß, wenn man feststellt, dass all der unermüdliche Einsatz nicht die erhoffte Wirkung zeigt. Der nächste Erkältungsvirus kann den enttäuschten Eiferer dann niederstrecken, denn für die Abwehr von Krankheiten bleibt keine Kraft mehr übrig. Vervain hilft Menschen, die besonders idealistisch sind, ihre Kräfte im Einsatz für ihre Ideale vergeuden, alles 150 % machen, voller Übereifer sind, durch ihre innere Flamme getrieben werden, zu Fanatismus neigen, immer im Dienst sind, ihre Gesprächspartner mit Argumenten belegen und vor lauter Übereinsatz ihre Kräfte verausgaben, sich keine freie Minute gönnen, erschöpft und nervös sind, Raubbau an ihrer Gesundheit treiben, zu keiner Entspannung mehr fähig sind und andere zu ihren Glück zwingen wollen.

Im transformierten Vervain-Zustand hat man einen liebevollen Einsatz seiner Energie gelernt. Man verkörpert seine Ideale anstatt sie anderen aufzuzwingen, daher wirkt man erheblich überzeugender als vorher. Durch den positiven Vervain-Zustand kann man ganz entspannt andere begeistern.

 

32. Vine (Weinrebe)



Dominierend, rücksichtslos, machthungrig.

"Der kleine Tyrann".

Vine steht in Verbindung mit Autorität und Macht. Im negativen Vine-Zustand hat man Probleme, seine Autorität menschenfreundlich einzusetzen. Der typische Vine-Mensch ist sehr ehrgeizig und machtbewusst. Er ist hart zu sich selbst und sehr hart zu anderen. Von Mitarbeitern und anderen Menschen erwartet er äußerste Disziplin und volles Engagement. Von sich selbst erwartet er noch viel mehr und ist häufig in der Lage, seine hohen Anforderungen an sich selbst gut zu erfüllen. Der Vine-Mensch ist der Typ, der immer Recht hat und meistens entspricht dies den Tatsachen, dass er Recht hat. Eine Diskussion kann man mit ihm eigentlich gar nicht mehr führen, denn da sein Standpunkt sowieso der richtige ist, gibt es auch nichts mehr zu diskutieren. Viele Menschen haben Angst vor ihrem Vine-Chef-Vater.-Mutter etc. Kinder mit diesem Charakter führen sich auf wie kleine Tyrannen und neigen dazu, andere Kinder sogar zu verprügeln. Auch wenn Menschen im negativen Vine-Zustand nicht von vielen geliebt werden, so werden sie meistens respektiert und noch öfter gefürchtet. Das ist dem typischen Vine-Menschen auch ganz recht so, denn es ist ihm wichtig, Erfolg zu haben und respektiert zu werden. Andere Menschen und deren Individualität respektiert er kaum. Er hält fast alle anderen für Deppen. Durch den hohen psychischen Druck, dem sich der Vine-Mensch aussetzt, erkrankt er an Bluthochdruck und Arteriosklerose. Seine Gelenke neigen dazu, sich zu versteifen. Diese Probleme sind es, die ihn erst offen für eine Behandlung machen. Vine hilft Menschen, die machthungrig sind, zur Tyrannei neigen, einen militärischen Führungsstil an den Tag legen, respektlos gegenüber ihren Mitmenschen sind, ehrgeizig sind, über eiserne Willenskraft verfügen, Siegertypen sind, sich für unfehlbar halten, das Gefühl für andere Menschen verloren haben, streng erziehen, andere Menschen in Angst und Schrecken versetzen und hart zu sich selber und zu anderen sind.

Im positiven Vine-Zustand verfügt man über enorme Kräfte, die man mit Hingabe in seine Lebens-Aufgabe steckt. Anderen ist man ein verständnisvoller Führer und ein Chef voller Fairness und Respekt für die Individualität des Einzelnen. Im positiven Vine-Zustand kann man mit Freude und Leichtigkeit sehr vieles erreichen.

 

33. Walnut (Walnuss)



Vorübergehendes Vernichtungsgefühl, Beeinflussbarkeit und Wankelmut während entscheidender Neubeginnphasen im Leben.

"Die Blüte, die den Durchbruch schafft".
 
Walnut steht für den Neuanfang. Im negativen Walnut-Zustand steht man vor einer neuen Lebensphase, aber es fällt einem schwer, den letzten Schritt zu gehen. Durch innere Zweifel zögert man die endgültige Entscheidung heraus oder fürchtet sich vor der neuen Situation, die auf einen wartet. Walnut ist etwas anders als andere Bachblüten, weil es vorwiegend in besonderen Lebensphasen zum Einsatz kommt. Es gibt kaum Walnut-Typen, die regelmäßig Walnut-Bachblüten brauchen. Aber die meisten Menschen können irgendwann im Verlauf ihres Lebens vorn Walnut profitieren. Denn fast jeder kommt in Lebensabschnitte, die einen großen Wechsel bedeuten. Solch ein Wechsel kann der Schulanfang sein, das Erwachsenwerden, die Hochzeit, Schwangerschaften, die Trennung vom Partner, der neue Arbeitsplatz und so lässt sich diese Reihe noch sehr lange fortsetzen. Manchmal geht es um innere Neuanfänge, bei denen wir uns schwertun. Bei dem Wagnis Neuanfang kann es sein, dass Freunde oder Skeptiker einen bremsen, vielleicht hat man aber einfach Angst vor dem Neuen. Oder es sind alte Verhaltensmuster oder Blockaden, die einen daran hindern, frei den Schritt in das neue Leben zu wagen. In solchen Momenten kann Walnut den Druchbruch bringen. Walnut hilft Menschen, die vor einem Neuanfang stehen, vor dem letzten Schritt zögern, in alte Verhaltensmuster verstrickt sind, Grenzen überschreiten wollen, einen neuen Lebensabschnitt beginnen, einen neuen Partner haben, eine Schwangerschaft erleben, in den Wechseljahren sind, einen Berufswechsel vorhaben, umziehen wollen, am Alten festhalten wollen, im Schatten der Vergangenheit stehen oder sich vor dem Abschied fürchten und Befreiung erhoffen.

Im positiven Walnut-Zustand kann man sich neue Horizonte erschließen. Man hat die Freiheit, das neue Leben willkommen zu heißen und auszukosten. Als Pionier kann man neue Erfahrungen machen und Grenzen überschreiten.

 

34. Water Violet (Sumpfwasserfeder)



Zeitweise innere Reserviertheit, stolze Zurückhaltung, isoliertes Überlegenheitsgefühl.

Water Violet steht in Verbindung mit der Weisheit. Im negativen Water Violet Zustand neigen Menschen dazu, sich innerlich zurückzuziehen und niemanden an sich heranzulassen. Dabei fühlen sich diese Menschen im blockierten Zustand oft einsam, aber sie sind zu stolz, um von ihrem Podest zu steigen. Oft können sie es schlichtweg nicht, weil sie es nicht gelernt haben, von ihren Höhen in die Niederungen des gemeinen Menschen hinabzusteigen. Denn meistens tritt Water Violet in seinem positiven Zustand auf, der negative Zustand ist nur ein eher vorübergehender Ausrutscher. Typische Water Violet Menschen sind souveräne Persönlichkeiten und stehen würdevoll über den Dingen. Es sind die klassischen Vorbilder, denen viele nacheifern. Würdevoll schreiten sie aufrecht durchs Leben und machen alles richtig, sind fleissig, tapfer, dabei aber zurückhaltend. Als Frau sind sie meistens anmutig, beweglich und zart, dabei aber voller Energie, die sie gezielt und unaufdringlich einsetzen. Water Violet Menschen werden häufig von vielen verehrt und zahlreiche Schüler eifern ihnen nach. In ihrer Vorbildhaftigkeit kann es aber passieren, dass sie sich von anderen Menschen isolieren und dadurch einsam werden und in ihrem Elfenbeinturm leben. Selbst ein Water Violet Mensch ist nicht gerne einsam, aber das traurige Gefühl der Einsamkeit wird nicht durch Kontaktversuche beendet, sondern der Betroffene zieht sich in seinen Schildkrötenpanzer zurück. Dadurch verstärkt sich die Isolation. Nach außen hin wirkt dieser einsame Zustand jedoch nicht traurig, sondern eher überheblich, arrogant und stolz. Häufig versteift sich ein Mensch im negativen Water Violet Zustand so sehr, dass er Gelenk- und Rückenprobleme bekommt. Water Violet hilft Menschen, die anmutig und zart sind, aufrecht durchs Leben schreiten, hochentwickelte Persönlichkeiten sind, souverän über den Niederungen des Lebens stehen, unnahbar wirken, gewissenhaft alle Aufgaben erledigen, Würde ausstrahlen, Zurückhaltung zu ihrem Prinzip gemacht haben, sich von anderen isolieren, auf einem Podest stehen und nicht herunter können, stolz wirken, sich durch Überheblichkeit von anderen abgrenzen, unter blockierter Energie leiden, eingebildet wirken und unter Gelenk- und Rückenschmerzen leiden.

Im transformierten Zustand ist man in der Lage, wieder auf andere Menschen zuzugehen. Seine Überlegenheit kann man nutzen, um sich und anderen zu helfen und ein gutes Vorbild zu sein. Voller innerer Stärke steht man dann wie ein Fels in der Brandung.
 

 

 

35. White Chestnut (Rosskastanie)



Bestimmte Gedanken kreisen unaufhörlich im Kopf, man wird sie nicht wieder los, innere Selbstgespräche und Dialoge.
 
White Chestnut steht in Verbindung mit geistiger Ruhe. Im negativen White Chestnut Zustand wird man von kreisenden Gedanken geplagt. Immer wieder gehen die gleichen Gedanken durch den Kopf, immer wieder löst man in Gedanken das gleiche Problem und kommt doch nie zu einem befriedigenden Schluss. Die Gedanken quälen einen auch nachts und rauben den Schlaf, besonders in den frühen Morgenstunden. Durch die ewigen inneren Dialoge verliert man den Kontakt zur Gegenwart. Auch die Verbindung zu den Prinzipien des eigenen Lebens geht verloren. Man hat keine Kraft mehr, sich seinen Lebenszielen zu widmen, weil die Gedanken die ganze Kraft absorbieren. Im Kopf sieht es aus wie auf einem unaufgeräumten Schreibtisch, auf dem man die wichtigen Dinge nicht mehr findet. Menschen im negativen Zustand leiden unter Stirnkopfschmerzen. Nachts knirschen viele von ihnen mit den Zähnen. White Chestnut hilft Menschen, die unter kreisenden Gedanken leiden, ständig innere Dialoge führen, deren Kopf eine dominante Rolle spielt, die von geistigen Ohrwürmern geplagt werden, eine überreizte Mentalebene haben, häufig unter Kopfschmerzen leiden und nachts mit den Zähnen knirschen.

Im transformierten White Chestnut-Zustand finden die Menschen innere Ruhe und Frieden wieder. Sie können sich auf das Wesentliche konzentrieren. Die wichtigen Gedanken sind klar und gelangen nun effektiv zum Ziel und lassen sich nicht von unwichtigen Impulsen ablenken.

 


36. Wild Oat (Waldtrespe)



Unbestimmtheit der Ambitionen, Unzufriedenheit, weil man seine Lebensaufgabe nicht findet.

Wild Oat steht in Verbindung mit der Berufung und der Lebensaufgabe. Im negativen Wild Oat Zustand hat man vor lauter vielseitiger Begabung Schwierigkeiten, seine Lebensaufgabe zu finden. Daher springt man von einer Aufgabe zur nächsten und ist mit keiner dieser Aufgaben wirklich zufrieden. Oft sind typische Wild Oat Menschen in vielerlei Hinsicht talentiert und haben es in Schule und Ausbildung leicht, gute Resultate zu erbringen. Doch trotz all dieser Talente findet der Mensch nicht zu seiner wahren Berufung. Meistens liebt er einen unkonventionellen Lebensstil. Er will alles anders machen als die Menschen in seiner Umgebung, weil er der festen Überzeugung ist, dass das Rad unbedingt neu erfunden werden muss. Daher gelingt es ihm kaum, sich in Gemeinschaften einzufügen. Die Ziele sind sehr hochgesteckt. Es soll etwas Besonderes sein, was sie in ihrem Leben erreichen wollen. Gerade dieser Wunsch hindert sie, über einen längeren Zeitraum das Beste aus sich herauszuholen und einer Aufgabe längerfristig treu zu bleiben. Wild Oat Menschen flattern von einem Beruf zum nächsten und finden bei keinem die ersehnte Zufriedenheit. Am Anfang scheint die neue Aufgabe immer wie die Antwort auf alle Sehnsüchte, der Wild Oat Mensch engagiert sich intensiv und hat überraschend schnell Erfolg. Aber schon nach kurzer Zeit stellt er fest, dass die Aufgabe, der Job oder der Beruf doch nicht das Richtige für ihn ist, bricht alle Zelte ab und fängt etwas Neues an. Das Ergebnis von diesem immer wieder neuen Streben nach der optimalen Aufgabe ist, dass er sich ruhelos und unzufrieden fühlt. Das Leben scheint an einem vorbeizugleiten. Es ist fast, als blieben sie dauerhaft in einer inneren Pubertät, als würden sie nicht zu sich und zu ihrer Berufung im Leben finden. Wild Oat hilft Menschen, die mit ihrer Zielstrebigkeit Probleme haben, über vielfältige Begabungen verfügen, lebenslustig sind, in ihrem Leben nach reichlich Vergnügungen suchen, ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben, ruhelos von einer Aufgabe zu nächsten pendeln, das Gefühl haben, ihr Leben gleitet an ihnen vorbei, ihre Energie verschleudern, eigenwillige Wege gehen wollen, vielseitige Fähigkeiten haben, in der Midlife Crisis stecken oder unter Unzufriedenheit leiden.

Im transformierten Wild Oat Zustand wird man ruhiger und zielstrebiger. Neue Klarheit verhilft einem dazu, seinen Platz im Leben zu finden und seine Lebensaufgabe deutlich zu sehen. Seine vielseitigen Begabungen kann man für ein übergeordnetes Ziel nutzen und ist in der Lage, seiner Berufung folgen zu können. Dadurch stellt sich Zufriedenheit ein und man führt ein interessantes und erfülltes Leben.

 

37. Wild Rose (Heckenrose, Zaunrose)



Teilnahmslosigkeit, Apathie, Resignation, innere Kapitulation.

Wild Rose steht in Verbindung mit Hingabe und Lebensfreude. Im negativen Wild Rose Zustand hat man jegliche Hoffnung aufgegeben, man ist sich nicht einmal bewusst, dass es sowas wie Hoffnung geben kann. Häufig wird die Basis für den negativen Wild Rose Zustand schon in der frühen Kindheit gelegt, durch Erlebnisse des Verlassenseins. Aber auch im Verlauf der Jugend oder des Erwachsenseins kann sich ein Wild Rose Zustand entwickeln, durch eine unglückliche Ehe, in der man sich gefangen fühlt, dauerhafte Arbeitslosigkeit oder durch eine unheilbare chronische Krankheit. Der Mensch hat sich seinem traurigen Schicksal ergeben und rechnet nicht mehr mit einer Besserung der Situation. Daher unternimmt er auch nichts, um seine Situation zu verbessern. Die Stimme klingt müde und farblos, wenn er davon berichtet, dass sein ganzes Leben freudlos sei. Völlig apathisch vegetiert er vor sich hin und schleppt sich von einem Tag zum nächsten. Depressionen hat man hinter sich gelassen, selbst für dieses tiefe Gefühl von Traurigkeit hat man keine Kraft mehr. Oft glauben Wild Rose Menschen, dass ihr trostloses Dasein angeboren ist. Eine Chance auf Änderung der Situation wird nicht in Betracht gezogen. Meistens tritt der Zustand als Dauerzustand auf, manchmal vorübergehend, durch den Verlust eines Kindes oder eines anderen geliebten Menschen. Auch im Rahmen einer Psychotherapie kann man vorübergehend Bedarf an Wild Rose haben, wenn die Traumata der Kindheit aufgearbeitet werden. Bei Wild Rose ist man jenseits aller Hoffnung.

Wenn man den Wild Rose Zustand transformiert hat, findet man wieder neue Lebensfrede und nimmt sein Leben aktiv in die Hand.
Der Mensch sieht wieder Chancen in seinem Leben. Er genießt die Erlösung von der festgefahrenen Situation und nutzt seine Kräfte, um sein Leben mit Freude zu erfüllen.

 

38. Willow (Gelbe Weide)



Innerer Groll, Verbitterung.

"Das Opfer des Schicksals".

Willow steht in Verbindung mit der Selbstverantwortung. Im negativen Willow-Zustand fühlen sich Menschen als Opfer ihres unerfreulichen Schicksals. Für alles, was ihnen im Leben missfällt, wird der Außenwelt die Schuld gegeben. Wenn sich kein schuldiger Mensch dafür findet, wird das Schicksal oder Gott angeklagt. Blockierte Willow-Typen sind die ewig Zu-kurz-Gekommenen, die über das ungerechte Leben verbittert sind. Anderen wird deren Glück missgönnt und wenn möglich irgendwie schlecht gemacht, denn der Neid nagt an den Menschen. Das zentrale Element ist, dass man selbst für seine Situation keinerlei Verantwortung übernimmt. Dieser unzufriedene Zustand kann eine vorübergehende Erscheinung sein oder er gräbt sich dauerhaft in das Wesen eines Menschen ein und verleidet ihm sein ganzes Leben. Auch die Mitmenschen leiden unter ihrer Nähe, denn in seinem verbitterten Groll schafft er es, seiner ganzen Umgebung das Leben schwer zu machen. Dankbarkeit scheint ein Fremdwort zu sein. Von anderen erwarten sie jedoch für jede Kleinigkeit sehr viel Dankbarkeit. Dadurch isolieren sie sich immer mehr, denn keiner mag mit ihnen das Leben teilen. Nach und nach wird das Schicksal tatsächlich trostlos, denn sie tun alles dafür, die Weichen in diese Richtung zu stellen. Willow hilft Menschen, die keine Selbstverantwortung übernehmen wollen, nicht konstruktiv denken können, die Schuld ausschließlich bei anderen suchen, sich als Opfer des Schicksals fühlen, die Verantwortung für ihre Probleme weit von sich weisen, durch destruktive Gedanken ihr Leben erschweren, mit dem Schicksal hadern, anderen die gute Laune übel nehmen, sich dem Leben hilflos ausgeliefert fühlen, vom Leben enttäuscht sind, oft jahrelang ihren Groll schwelen lassen, von ihrer Umgebung viel fordern, sich ungern bedanken und verbittert sind.

Im transformierten Willow-Zustand erkennen die Menschen, dass sie ihr Glück zum großen Teil selbst in der Hand haben und übernehmen Verantwortung für ihr Schicksal. Optimismus und Lebensglück können sich einstellen. 
Im postiven Willow-Zustand werden Menschen zum Baumeister des eigenen Schicksals.





Die "Rescue"-Notfalltropfen!



 

Die Notfalltropfen sind eine Kombination von 5 Bachblüten, die sich in dieser Mischung besonders für akute Notfallsituationen eignen. Ein Notfall im Sinne dieser Tropfen kann ein schwerer Unfall oder auch "nur" starke Prüfungsangst sein. Auch diese Notfallmischung kann in jeder Apotheke bereits fertig zusammengestellt gekauft werden und sollte in keiner Hausapotheke oder auf Reisen fehlen.

Enthaltene Blüten in der Notfallmischung sind:

  • Star of Bethlehem: Gegen Schock
  • Rock Rose: Gegen Panikgefühle
  • Impatiens: Gegen Stress und Anspannungen
  • Cherry Plum: Gegen Angst vor Kontrollverlust
  • Clematis: Gegen Apathie, Schwindel, Ohnmacht



Man kann Blütenessenzen auch selbst herstellen!


Hier zwei einfache Beispiele für Blüten, die man leicht finden kann.



1) Die Huflattich-Blütenessenz

 

Der Huflattich steht für Pionierleistungen und sich selbst treu zu bleiben. Er kann uns helfen, auf neuem Terrain die natürlichen Regeln der unbekannten Umgebung zu erfühlen und sie uns zu eigen zu machen. Wir lernen, wie wir in der neuen Situation klar kommen und uns durchsetzen können. Wir können uns der Herausforderung, allein eine schwierige Lebenssituation meistern zu müssen, tapfer stellen und uns neue Quellen der Kraft zugänglich machen. Der Huflattich ist sehr genügsam. Selbst auf besonders kargen Böden wird er heimisch und bringt Leben an solche trockenen Stellen. Ganz alleine wagen sich im zeitigen Frühjahr die Blüten aus dem nackten Boden, ohne von Blättern begleitet zu werden, denn die Blätter kommen erst später nach. So stehen die Huflattichblüten gelb leuchtend in Steinbrüchen und läuten den Frühling ein. Niemand steht ihnen bei, sie müssen ganz alleine diese Aufgabe bewältigen. Obwohl fast alle anderen Blütenkräuter zuerst die Blätter sprießen lassen, um schon Kraft zu tanken, bevor sie die Blüten öffnen, blüht der Huflattich, bevor die Blätter aus der Erde schauen. Blütezeit: März bis April. Die Huflattich-Blütenessenz hilft Menschen, die sich in Pionier-situationen befinden, die für ihre Aufgabe keine Vorbilder finden, für deren Situation es keine vorgefertigten Regeln gibt, die schwierige Lebensum-stände meistern müssen, die nach dem Mittelweg zwischen Durchsetzung und Anpassung suchen, die von den Herausforderungen ihres Lebens überwältigt werden und die mit wenig Unterstützung auskommen müssen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst treu zu bleiben.

Im positiven Huflattich-Zustand füllt man seine Rolle als Pionier gerne aus. Man weiß seine Kräfte einzuschätzen und wo man neue Kräfte tanken kann, auch wenn die Situation schwierig oder verfahren ist. Die
Art, mit den Lebensumständen umzugehen, schätzt und akzeptiert man, man ist sich seiner Selbst sicher. Man steht aufrecht und zuversichtlich auf seinen zwei Beinen. 



2) Die Löwenzahn-Blütenessenz

Die Essenz aus Löwenzahn-Blüten kann helfen, Muskelspannungen loszulassen, die durch aufgestaute Gefühle entstanden sind. Sie fördert die Beweglichkeit. So wie die Löwenzahnblüte aufrecht auf ihrem Stengel steht und ihr gelbes Leuchten verströmt, kann sie uns helfen, unsere Spannungen aufzulösen und Gefühle zu äußern. Die Löwenzahnblüten stehen stabil und stark auf ihren Stengeln und zeigen der Welt, wie sie sind. An ihnen ist nichts Verkrampftes. Inmitten ihrer kräftigen Rosette, die aus einer langen, stabilen Wurzel sprießt, schießt der senkrechte Stengel empor und trägt problemlos und leicht die sonnengelben Blüten. Blütezeit: April und Mai. Die Löwenzahn-Blütenessenz hilft Menschen, die durch festgehaltene Gefühle Muskelverspannungen bekommen, die immer wieder durch Verkrampftheit unter steifem Nacken leiden, die sich nicht trauen, ihre Meinung zu sagen, die ständig unter Stress stehen, die nicht loslassen können, die eine stabilere Erdung brauchen und die mit beiden Beinen auf dem Boden  flexibel sein wollen.

Im positiven Löwenzahnblüten-Zustand steht man mit beiden Füßen fest auf den Boden und kann den Herausforderungen des Lebens begegnen, ohne sich zu verkrampfen. Gefühle können gelebt werden, ohne, dass sie sich als Spannungen in den Muskeln festsetzen. Man ist beweglich und fühlt sich in seinem Körper wohl.



nach oben